Freitag, 13. Juli 2012

Preschool

 Da wir in den Ferien eh nichts zu tun hatten, durften wir in in der Preschool des Centers arbeiten. Normalerweise arbeitet Hannes zwei mal die Woche dort und Manuel manchmal wenn im PC-Raum nichts los ist. Natürlich wollten wir uns in den Ferien nicht überarbeiten (man muss ja auch mal ausspannen) deshalb haben wir zweier Teams gebildet. Super Idee, denn dadurch musste ich nur alle drei Tage mal arbeiten ;D.
Die Preschool wurde vor einigen Monaten von Mama Clara gegründet, da sie der Meinung ist, dass die Kinder hier in Kgautswane zu schlecht Englisch sprechen. Und damit hat sie meiner Meinung nach auch völlig recht. Alle Schulbücher sind schließlich später auf Englisch und wenn man zumindest mit der Sprache vertraut ist hat man es echt leichter. Das merke ich bei meinen Schülern ganz stark. 
Momentan gibt es erst mal nur eine Gruppe in der Preschool mit ca 14 Kindern wenn alle da sind. Normalerweise wird diese von Dinah geleitet, die auch tatsächlich versucht konsequent Englisch mit den Kindern zu sprechen. Nach den Ferien kommen aber auch noch neue Kinder dazu sodass es wohl bald zwei Gruppen geben wird. Im nächsten Jahr ist ein Freiwilliger auch fest in der Preschool.
Der Tag läuft meistens folgendermaßen ab: Kinder kommen gegen 8.00Uhr. Am Vormittag werden Lieder, Reime und Gebete geübt (das Vater Unser hat sogar schon die dreijährige Princess drauf!). Außerdem müssen die Kinder das ABC, die Zahlen und Schreiben üben. Am Mittag dürfen sie dann spielen, zum Beispiel wird gerne gepuzzelt.
Joar, Vera und ich haben mit den Kindern eine Schnitzeljagt über das Centergelände gemacht. Fanden sie ganz toll. Auch die Seifenblasen von Fredsen und Amelie kamen gut an.
Hier ein paar Eindrücke:

Die BACKSTREETBOYS-POSE!!!
Von links nach rechts: Nandipha, Mandisa, Thato, Princess und Lesego.

Große Bausteine gibt´s auch =)


Die Kinder bekommen Frühstück und Mittagessen. Tische und Besteck gibt´s hier aber nicht. Den Pap kann man eh viel besser mit den Händen essen...


Am Montag geht die Schule wieder los. Und dann heißt es eigentlich nur noch: Endspurt! Denn in 5 Wochen bin ich schon wieder zu Hause!

Donnerstag, 28. Juni 2012

Ein mal Mosambik und zurück


Veras Lehrer sind deutlich urlaubsfreudiger als unsere Lehrer. Für den Anfang der Ferien planten Lehrer der Legoleng Primary School also einen Ausflug nach Mosambik. Zwei Übernachtungen in der Hauptstadt Maputo waren in der Urlaubskasse drin. Da das Taxi aber noch nicht voll war durften auch wir sechs mit fahren.
Der Wecker klingelte in der Nacht von Sonntag auf Montag um 2.15Uhr, denn wir sollten gegen 2.45Uhr am Center abgeholt werden. Uns war schon klar, dass das Taxi nicht vor 3.00-3.15Uhr da sein wird. Deshalb sind wir gegen 3.30Uhr aus dem Haus gegangen und siehe da, das Taxi kam gerade an. Blöderweise mussten wir dann aber noch alle anderen Lehrer in Kgautswane abholen sodass wir erst nach 5.00Uhr mit unserem eigentlichen Reisebus in Ohrigstad losfahren konnten. So ist das Reisen mit Afrikanern, besser man plant ein wenig mehr Zeit als nötig ein...
Insgesamt waren wir 20 Leute. Nach einigen Pausen zum einkaufen (ganz wichtig denn „in Mosambik gibt es kein Fleisch!“) und Geld tauschen (wir waren uns anfangs nicht ganz sicher ob wir Spielgeld oder tatsächlich echte Meticais in den Händen hielten. Übrigens ist ein Euro ca. 35 Meticais) kamen wir zur Grenze. Die Afrikaner hatten keine Probleme mit dem Visum, denn sie können einfach so über die Grenze. Von uns Europäern wollten die mosambikanischen Grenzbeamten allerdings eine Gebühr von ca. 62 Euro haben, damit wir knapp drei Tage in ihrem Land sein durften. Ich hatte im Internet vorher gelesen, dass man für 60 Tage um die 30Euro und für 90 Tage um die 60 zahlen müsse. Aber feste Gebühren scheint es in Afrika ja eh nicht zu geben.

Endlich in Maputo angekommen mussten wir uns erst mal auf die Suche nach einer Unterkunft machen (denn „die suchen wir einfach vor Ort“ für 20 Personen und so günstig wie möglich...). Zum Glück hatte das zweite Hostel dann auch noch tatsächlich 20 Betten frei und lag direkt an der Costa du Sol, also am Meer. Mittlerweile wurde es auch schon dunkel und wir hatten Hunger. Die Afrikaner haben sich zum Abendessen einfach einen großen Pott Pap und Chicken gekocht und waren glücklich. Da Mosambik allgemein bekannt für seine portugiesische Küche ist sind wir Freiwilligen Essen gegangen.

Am nächsten Tag haben die Lehrer irgendwie mal wieder sehr lange gebraucht um in die Gänge zu kommen. Deshalb haben wir uns schon mal auf den Weg zum Strand gemacht. Den hatte ich mir irgendwie ein wenig touristischer vorgestellt. Aber außer uns und ein paar Leuten die ihre Hunde ausgeführt haben war niemand in Sicht. Am Straßenrand konnte man überall Kokosnüsse und Obst kaufen. Kokosmilch schlürfend ging der Morgen dann auch schnell rum. Auf dem Weg zurück zum Hostel haben wir unseren Reisebus mit den Lehrern getroffen die gerade in die Stadt fahren wollten. Glück gehabt. Das Stadtzentrum bildete ein riesiger Markt bei dem man eigentlich alles kaufen konnte, von Lebensmitteln über Souvenirs, Haushaltssachen bis hin zu Tieren war alles drin. Auch in den Nebenstraßen verkauften Leute alles mögliche. Shoppen auf afrikanisch. Unser Plan war abends selber zu kochen, daher waren wir auf der Suche nach einem normalen Supermarkt. Nachdem uns mehrere Leute in verschiedene Richtungen geschickt hatten trafen wir einen netten Tunesier der offensichtlich geschäftlich in Maputo war. Er hat uns direkt in ein großes Einkaufszentrum gebracht. Die Lebensmittel in Mosambik sind verdammt teuer! Wahrscheinlich weil sie selber nicht viel produzieren können. Aber es gab eine Bäckerei und Hamburgerfleisch, das Abendessen war gesichert.

Nachdem wir uns bei KFC gestärkt hatten wollten wir noch Souvenirs kaufen. Auf dem Weg in die Stadt haben wir viele Straßenverkäufer gesehen. Mit dem Taxi, was uns natürlich total abgezogen hat (Taxifahrer: „Ja das macht dann 600 Meticais“ Hannes:„Uh das ist aber viel“ Taxifahrer: „Ok, 500.“) ging´s zurück zu den Straßenständen. Aaach hier kann man echt viel Geld lassen. Es gibt wahnsinnig schöne Sachen und viel Kunst. Und die Preise kann man auch wirklich gut runter handeln ( „Mam, ich verkauf die beiden Figuren eigentlich für 1200 Meticais, aber für dich mach ich einen guten Preis: 900.“ Ich: „Ja die sind schön, aber das ist zu viel“. „Ok, ok, weil du es bist: 800.“ Ich: „Ja ich würde sie gerne kaufen, aber ich hab nur noch 400 Meticais.“ „Ok, 400.“).
Die meisten südafrikanischen Handwerksachen kommen übrigens aus Mosambik und werden hier teuer an Touris verscherbelt. Nachdem wir unsere Kaufsucht befriedigt haben mussten wir irgendwie wieder zurück zum Hostel kommen. Es wurde langsam dunkel und der Weg war noch weit. Da wir eigentlich nicht mehr mit dem Taxi fahren wollten versuchten wir unser Glück mit trampen. Hannes hielt ein paar Minuten den Daumen raus und es hielt keiner an. Dann kam Vera und schon beim ersten Versuch hielt ein großes Auto das zufälligerweise auch an die Costa du Sol musste. Wir wurden sogar bis vor die Haustür gefahren. Das Mitfahren ist hier eigentlich kein Problem. Jeder nimmt jeden mit und ist über ein wenig Smalltalk froh.
Am zweiten Abend ging´s dann rund. Einige Lehrer waren in Feierlaune. Es war ein lustiger Abend. Selbst der manchmal etwas griesgrämige Taxifahrer war gut drauf.

Am nächsten Morgen ging´s relativ pünktlich auch schon wieder zurück nach Kgautswane. Wir haben noch einige Stopps gemacht und sind dann gut über die Grenze gekommen.
Nachdem wir wieder alle Lehrer vor der Haustür abgesetzt haben kamen wir noch pünktlich zum ersten Halbfinale im Center an!

Her noch ein paar Fotos von unserem Trip:


Vom Hostel waren es nur ein paar Meter zum Meer.



Das ging die ganze Straße so.




Ob die Leute bei dem Ansturm was gekauft haben?

Die Lehrer in Feierstimmung. Vorallem "Big Boss" Shaku und Yvonne.

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Die Afrikaner können einfach zu jeder Tageszeit Pap mit Chicken essen!

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Sonntag, 17. Juni 2012

 Pünktlich zur EM in Polen und der Ukraine sind auch unsere Fan-Utensilien eingetroffen (Danke an Veras Family an dieser Stelle!)
Wir haben das Glück jedes EM Spiel in einer der sieben Rundhütten verfolgen zu können. Dank Pay-TV müssen wir nicht jedesmal für die Deutschlandspiele nach Ohrigstad fahren. 

Echte Fans  ^^


Ihr seht schon auf den Bildern IN der Rundhüette, dass es ohne Decken kaum mehr auszuhalten ist. Denn der afrikanische Winter verdient wahrlich seinen Namen. Es ist kalt! Vor allem abends und in der Nacht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mir hier echt eine Wollmütze kaufen müsste...

Unsere Leherinnen wollten unbedingt ein Foto vor unserem Schullogo: "We can do it." Ja... vielleicht... 30% der Schüler...höchstens.

Kurz vor der EM hatten wir noch Besuch in unserer Schule von Surprise Moriri! Der Name sagt dir nichts? Surprise war an UNSERER Schule und ist jetzt ein recht bekannter südafrikanischer Fußballspieler. Spielt für Mamelodi Sundown und hatte auch schon Einsätze in der Nationalmannschaft! Also unsere Schüler kannten ihn alle nur aus dem TV. Tja und der Gute kommt tatsächlich aus Kgautswane und wollte seiner alten Schule mal einen Besuch ausstatten. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht so recht wer das ist, aber ich dachte mir machste mal ein Foto mit ihm, vielleicht ist er ja berühmt ;D.

Sonntag, 3. Juni 2012

Friseursalon „Am Hipporoller links“ und was sonst noch so passiert ist...


Friseur
Von Zeit zu Zeit sollte man ja bekanntlich mal zum Friseur gehen und Haare lassen. Die Friseure hier vor Ort könnte man theoretisch zwar auch besuchen, aber ihr Angebot beschränkt sich meistens auf Kunsthaarfrisuren oder Glatze. Die Auswahl ist also eher beschränkt.
Zum Glück ist Veras Mama Profi und hat ihr die nötigen Utensilien (verschiedene Scheren und Kamm) mit nach Afrika gegeben. Deshalb haben wir unseren eigenen Friseursalon eröffnet. Allerdings haben wir einen recht kleinen Kundenkreis, da wir uns nur auf europäisches Haar spezialisiert haben. Dafür sind wir zeitlich sehr flexibel und versuchen alle Wünsche unserer Kunden zu erfüllen. Und das Beste: Ein Haarschnitt ist völlig kostenlos!
Hier bekommt ihr einen kleinen Eindruck von unserem Business:

Unser "Salon", sogar mit Platz für Wartegäste und ner Zeitschrift.

Mit passendem Equipment ist das alles kein Problem =)


Hochzeit
Letzte Woche Sonntag hat unser Freund Ishmael geheiratet. Er arbeitet auch hier im Center und hat eine kleine Firma die sich auf Eventvideos (zum Beispiel Hochzeitsvideos, Farewellfeiern oder sonstige Feste) spezialisiert hat. Normalerweise sind Hochzeiten hier immer sehr große Feiern und das ganze Dorf ist automatisch eingeladen. Ishmael und Ruth haben aber eher gezielt Gäste eingeladen und hatten eine kleine Feier. Zuerst haben wir gefühlte 2000 Fotos mit der Braut und den Brautjungfern gemacht und dann gab´s ein Festessen. Ruth hat uns dann noch zu sich nach Kgotlepong eingeladen, um dort weiter zu feiern. Amelie und ich sind dann aber schon ins Center zurück gegangen, die anderen sind noch mitgefahren. War eine ganz schöne Feier, aber eigentlich nicht typisch afrikanisch.

Festessen: Salat, Pap, Hühnchen, Beef, Kohl, Rotkohl,...

Die Braut hat das rote Kleid an.

Burgersfort
Um in die nächste Stadt zu kommen hat man die Auswahl zwischen Lydenburg und Burgersfort ( Bäggersford gesprochen). Grob gesagt kann man sagen, dass Burgersfort eher eine „schwarze Stadt“ ist und somit meiner Meinung nach sehr afrikanisch. Lydenburg dagegen ist schon sehr weiß, eher strukturiert und irgendwie geordneter.
Fredsen, Vera und ich wollten mal wieder nach Burgersfort fahren (vor allem weil´s da einen Nandos gibt, sehr lecker). Außerdem wollten wir mal nach Stoffen schauen, da wir uns vielleicht noch hier vor Ort ein afrikanisches Kleid nähen lassen wollen. Von Mama Clara haben wir noch den Auftrag bekommen Strom und Fleisch zu kaufen.
Samstagmorgen um 7Uhr standen wir also an der Straße, da man nie so genau weiß wann der Bus kommt.



Das ist die Straße. Sieht gerade erstaunlich gut aus!

"Haltestelle"
Gegen 7.45Uhr kam er dann endlich. Das war meine zweite Reise mit dem öffentlichen Bus, sonst nehmen wir eigentlich immer die Minibus-Taxen, aber der Bus ist nochmal ein bisschen günstiger. Wir haben das Glück, dass wir noch relativ am Anfang von Kgautswane wohnen und der Bus bei uns noch nicht allzu voll war. Nur ein Dorf weiter gab es schon keine Sitzplätze mehr sodass die Leute stehen mussten. Natürlich wurde der Bus randvoll besetzt, jeder der reinpasste konnte noch mitfahren.
Die Fahrt dauerte fast zwei Stunden, hat dafür aber auch nur 20 Rand gekostet (also ca. 2 Euro). Vor Ort haben wir alles bekommen was wir wollten. Wir haben sogar einen richtigen Stoffladen gefunden, von einem Inder geführt. Dort haben wir erst mal zugeschlagen und verschiedene Stoffe gekauft. Hier bekommt ihr mal einen Eindruck von einer afrikanischen Stadt:

Ein typischer afrikanischer Supermarkt. Die Ware ist bis unters Dach gestapelt.

Sobald man eine Kamera aus der Tasche holt kommen Leute hinzu, die mit auf´s Bild wollen.

Frauen verkaufen in ihren Ständen meistens Obst und Gemüse, aber manchmal auch Würmer oder Hühnerfüße.

Taxistand.

Die besagten Hühnerfüße (hier in roh beim Spar zu erwerben...)


Samstag, 12. Mai 2012

Durban

Wie ja schon im letzten Blog erwähnt, hatte ich Besuch von meinem Bruder und seiner Freundin. Geplant war, dass die beiden ca. 14 Tage in Kgautswane bleiben. Durch zwei Feiertage und einen Brückentag hatte ich aber spontan 5 Tage am Stück frei und das wollten wir natürlich für einen weiteren Ausflug ausnutzen. Geplantes Ziel: Durban und die Küste. 
Da wir ja 5 Tage Zeit hatten, hatten wir keinen Stress. Auf dem Hinweg mussten wir noch schnell in Nelspruit vorbei, um das Mietauto umzutauschen, es hat komische GEräusche gemacht und man konnte die Beifahrertür nicht richtig abschließen. Das war auch kein Problem, hat uns nur etwas Zeit gekostet. Am ersten Tag sind wir bis Piet Retief gekommen und haben nach einiger Suche auch eine nette Unterkunft für eine Nacht gefunden.
Am nächsten Tag haben wir einen Stop im Shakaland gemacht. Die Gegend um Durban herum ist durch die ZULU Tradition geprägt, also ein kriegerisches Völkchen. Das Shakaland ist nach King Shaka benannt, ein Zulukönig, der die Kriegstaktiken und die Waffen der Zulus entscheidend beeinflusst hat. Das Shakaland war in den 80ern Kulisse für die (auch in Deutschland ausgestrahlte) TV Serie "Shaka Zulu". Heute wird das Ganze allerdings als lebendes Museum genutzt und gibt Besuchern einen guten Eindruck in die Zulutraditionen. 


Traditionelle Bekleidung der Zulu.

Hier ist eine Nachahnung eines traditionellen Zulusdorfs. Der Chief schaut auf´s Gate. Neben seiner Hütte stehen die seiner Frauen. Die Jungen wohnen auf der rechten Seite des Eingangs um Angreifer abwehren zu können. In der Mitte wird das Vieh gehalten.

Kriegstanz des Oberhaupts.



Mädchen tragen fast alles auf dem Kopf.
Danach ging´s weiter an die Küste. Wow, ich hätte nicht gedacht, dass der Indische Ozean sooo warm ist! Der Tag war eigentlich nicht so schön, aber das Wasser war trotzdem toll. Da es bis Durban doch noch ein gutes Stück war, beschlossen wir in einem Ort vor Durban zu übernachten. Doch der Ort entpuppte sich als eher unangenehm und voll. Außerdem haben wir kein einziges Hotel oder Bed and Breakfast gefunden, was noch was frei hatte. Hätten wir uns auch denken können, denn es war schließlich ein langes Wochenende. Ich hatte eine Adresse von einem hostel in Durban. Dort haben wir dann aus Verzweiflung angerufen. Zum Glück hatten die tatsächlich noch drei betten im Dorm frei. Also sind wir doch noch abends im Dunkeln nach Durban rein gefahren. Das wollten wir eigentlich in jedem Fall vermeiden, denn Durban ist die, ich glaube, drittgrößte Stadt in Südafrika mit einer der höchsten kriminalitätsraten. Aber es hat alles ohne Probleme geklappt. Das Hostel war für eine Nacht ok. Da es aber leider sehr sehr laut war nachts (direkt gegenüber war Party angesagt) haben wir beschlossen die zweite Nacht im Formula 1 zu übernachten, eine günstige Hotelkette.

In Durban haben wir uns das Stadion angeschaut, echt schick. Wir haben dann noch ein Führung gemacht. Über das ganze Station ist eine Art Steg gebaut. Man kann hochfahren und hat einen tollen Blick über die ganze Stadt und auf´s Meer.

Das Stadion sieht von oben aus wie ein Blatt. Zwei Stränge führen zu einem. Symbol für die Zerissenheit des Landes und das Ende der Apartheid.

mit diesem Gefährt konnte man hoch auf´s Stadion fahren.


Im Stadion konnte man Bungee jumpen, naja ich würde sagen: schaukeln.

Umkleide der Spieler.


Indian Ocean


Dirk und ich

 Außerdem waren wir noch im UShaka Marine World. Ein Mix aus Einkaufsmöglichkeit, Seaworld mit dem größten Aquarium der südlichen Hemisphäre und Restaurants. Tja und das Ganze liegt direkt am Meer mit superschönem Strand.
Es ist schon sehr auffällig, dass sich in Durban viele Inder angesiedelt haben. Wir drei hatten aber den Eindruck, dass sich Durban irgendwie schnbeller entwickelt als andere afrikansiche Städte. Trotzdem will ich abends nicht alleine da rum laufen.

Tja und dann ging´s auch fast schon wieder Richtung Kgautswane. Nach Pancakes und Milkshake am Strand sind wir noch kurz bei einem Einkaufszentrum vorbei gefahren und dann ging´s los. Auf dem Rückweg haben wir noch an verschiedenen Battlefields Halt gemacht. Denn die Gegend ist bekannt für seine unzähligen Schlachtfelder aus vergangenen Jahren. Das war natürlich vorallem für meinen Bruder als Historiker sehr interessant. Da wir noch einen Zwischenstop brauchten, haben wir einfach nochmal in Piet Retief im gleichen Guesthouse geschlafen. Und waren natürlich auch nochmal bei Spur´s essen. Die machen die besten Steaks hier!

Hier habt ihr nochmal einen kleinen Eindruck von der Landschaft:

Afrikanischer Sonnenuntergang.

Kurz vor Kgautswane haben wir noch an einigen Ständen angehalten um Souvenirs zu kaufen. Wie immer konnten wir gut handeln. Denn sobald ich mit meinen wenigen Sepedikenntnissen ankomme merken die Leute, dass ich kein Tourist bin. =) Weiße Leute sprechen hier normalerweise kein Wort Sepedi...
Das war´s von unserem Trip nach Durban. Kann ich nur empfehlen, auch wenn viele Einheimische sagen: Fahrt blos nicht nach Durban, ist viel zu gefährlich. Man muss halt wie in jeder Großstadt aufpassen.